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Die Malediven

Allgemeines

Die Malediven ist eine Inselgruppe im indischen Ozean, ca. 10 Flugstunden von Deutschland entfernt. Die 1200 Inseln sind zu 19 Atollen gruppiert und grösstenteils unbewohnt.

Knapp 100 Inseln sind reine Touristeninseln, fast alle anderen sind ausschliesslich den einheimischen Bewohnern vorbehalten und dürfen von Touristen nicht betreten werden. Gleiches gilt übrigens auch für den (meist inneren) Teil der Touristeninseln, der für die Angestellten (vorwiegend Männer) reserviert ist.

Insgesamt leben ca. 200.000 Menschen auf ca. 200 Inseln der Malediven, davon ca. 1/3 in der Hauptstadt Male. Es ist die einzige grosse Stadt auf einer komplett zugebauten Insel. Der internationale Flughafen liegt unweit daneben auf der reinen Flughafeninsel Hulule.

Staatsform der Malediven ist eine (islamisch angehauchte) Demokratie.

Wetter

Die Temperaturen sind auf den Malediven sehr konstant; sie liegen immer um 30 Grad/Luft und 28 Grad/Wasser. Von ca. Mai – Oktober spricht man von der Regenzeit.

Während der Regenzeit kann es immer zu einem meist kurzen Regenschauer kommen. Dies beeinträchtigt aber kaum den Urlaubsgenuss.

Natürlich kann es wie überall auch mal eine längere Zeit mit „schlechtem“ Wetter geben. Dies ist aber nicht unbedingt auf die Regenzeit beschränkt. So hat es z.B. von Oktober – Dezember 2002 unverhältnismässig viel geregnet und dabei gab es auch einige Wochen, an denen sich die Sonne eher selten blicken lies.

Grundsätzlich kann man aber zu jeder Zeit auf die Malediven fliegen und einen wunderschönen und sonnigen Urlaub geniessen

 

Touristeninseln

Die Touristeninseln unterscheiden sich in einigen Punkten

  • Grösse / Angebot
    Eine grosse Insel hat eine Länge um 1000m, eine kleine Insel ist oft nur um 200-300m gross. In der Regel ist auf jeder Insel genau eine Hotelanlage, die dann natürlich keinerlei Konkurrenz besitzt und alle Angebote/Preise festlegen kann.
    Öffentliche/Selbstständige Geschäfte gibt es auf den Touristeninseln nicht.
    Dennoch können Sie davon ausgehen, dass bei grösseren Inseln und somit auch grösseren Anlagen das Angebot an Freizeitaktivitäten entsprechend zahlreicher ist. Auch ist das Angebot einer Animation grösser. Letzteres hängt aber auch von der Nationalität der meisten Besucher ab. Italienern wird in dieser Beziehung ein grösserer Bedarf nachgesagt, so dass Sie auf Inseln mit starker Italienischer Buchung mit mehr Animation und daraus resultierender Lautstärke rechnen müssen.
     
  • Entfernung zum Flughafen
    Die Touristeninseln sind zwischen wenigen bis zu 50 km vom Flughafen entfernt.
    Wo früher nur die Wahl zwischen einem (langsamen) Dhoni und einem Schnellboot war, verkehren mittlerweile zwischen Flughafen und Zielinsel auch Lufttaxis. Bei manchen Inseln ist das Flugtaxi sogar obligatorisch. Ansonsten verteuert es die Reise im Vergleich zum Schnellboot aber sicherlich um gute 100 Euro. Dennoch ist der Flug nicht nur eine Zeitersparnis, sondern auch ein Erlebnis, die Inselwelt aus geringer Höhe von oben betrachten zu können.
    Achtung: Das Freigepäck im Lufttaxi könnte geringer sein als im Charter/Linienflug. Vor allem gibt es dort meist kein kostenloses Zusatzgepäck, wie z.B. Tauchgepäck.
    Klären Sie dies vorher im Reisebüro ab!
     
  • Hausriff / Lage der Insel
    Selbst wenn man die Malediven nicht in erster Linie wegen der Unterwasserwelt besucht, so sollte man auf keinen Fall versäumen mit Taucherbrille und Schnorchel einen Blick darauf zu werfen.
    Je schöner und einfacher das Hausriff zu erreichen ist, um so angenehmer wird es vor allem für den weniger erfahrenen Schnorchler sein. Aber auch für den Taucher ist es kein Nachteil, wenn er einige seiner Tauchgänge entspannt und unkompliziert am Hausriff machen kann.
    Dabei gibt es Inseln, deren Hausriff nur 20-50m vom Strand entfernt und problemlos schwimmend erreichbar ist, aber auch Inseln, die über kein wirkliches Hausriff verfügen oder deren Hausriff per Boot angefahren werden muss.
    Auch kann die Strömung an Hausriffs sehr unterschiedlich sein. Bei Inseln, die direkt oder sehr nah am Aussenriff liegen, trifft man dort oft stärke Strömung an. Teilweise kann man dann nur schwer oder nicht um die ganze Insel schnorcheln.
     
  • Standard
    Natürlich kann man sich bei dem Standard der Inseln ungefähr an die Anzahl der Sterne im Reiseprospekt halten. Dabei sollte man aber berücksichtigen, dass 4 Sterne auf den Malediven oft nicht mehr sind als gute Mittelklasse.
    Besondere Aufmerksamkeit sollte man auch auf die Auswahl der Zimmer/Bungalows richten. Auf vielen Inseln gibt es verschiedene Kategorien. Dabei ist im Einzelfall zu entscheiden, ob Standard, Deluxe, Superior, Wasserbungalow oder anderes die beste Wahl ist. Die Wahl der Namen müssen nicht unbedingt logisch einleuchtend sein. Ein Deluxe kann auch das einfachste Zimmer sein.
     
  • Preis
    Natürlich ist der Preis eines der entscheidenden Argumente für die Urlaubsentscheidung. Berücksichtigen Sie aber, dass Sie wahrscheinlich nicht jedes Jahr auf die Malediven fliegen.
    Auch können die Zusatzkosten auf den Malediven das Reisebudget erheblich belasten. Alles ist auf den Malediven sehr teuer. Dabei gibt es durchaus Schwankungen zwischen den verschiedenen Inseln. Ein Getränk kann auf einer Insel (nur) 3 Euro, auf einer anderen aber 6 Euro kosten. Dies hat nicht unbedingt mit dem Standard der Insel zu tun, sondern liegt allein im Ermessen des jeweiligen Inselmanagements.
    Wenn Sie tauchen (oder es lernen) wollen, dann sollten Sie dies möglichst vor der Reise ab Deutschland buchen. Das ist immer preisgünstiger, als vor Ort.
    Bedenken Sie, dass Preise auf den Malediven üblicherweise in Dollar ausgezeichnet sind und somit für uns vom Dollarkurs abhängen.

Freizeitaktivitäten

  • Relaxen
    Wer Action und Abwechslung auf den Malediven sucht, der wird eher enttäuscht sein. Wer sich aber einfach nur ausruhen und entspannen möchte, der findet auf den Malediven sicherlich ein Paradies.
     
  • Wassersport
    Natürlich kann man auf vielen Malediveninseln auch Segeln, (Nacht)fischen, Bananenboot fahren und viele andere touristenübliche Aktivitäten ausüben.
    Dennoch bleiben Schnorcheln und Tauchen die Highlights unter den Wassersportarten.
    Wer mit Taucherbrille bewaffnet nicht hin und wieder auch mal unter die Wasseroberfläche schaut, der hat eine der grössten Attraktionen der Malediven verpasst. Viele Inseln bieten sich aufgrund Ihrer leicht abfallenden Strände, der schönen Hausriffe und des immer angenehm warmen Wassers auch für erste Schnorchelversuche, aber auch für Tauchkurse an.
     
  • Insel
    Für kleinere Spaziergänge sind die Inseln immer geeignet. Oft kann man für den gesamten Aufenthalt auf Schuhe komplett verzichten. Besondere Attraktionen bei Natur und Tieren sollte man aber nicht erwarten.
     
  • Inselhüpfen
    Auf nahezu jeder Insel wird als Ausflug auch der Besuch einer unbewohnten und/oder anderer Touristeninsel angeboten.
    Wenn man nicht unbedingt die 100%ige Baccardi Insel erwartet (die einem aber durchaus versprochen wird), dann kann so ein Ausflug durchaus interessant sein. Dabei muss man bedenken, dass vor die Reklameaufnahmen das gefilmte Strandstück erstmal stundenlang gesiebt, gereinigt und geharkt wurde. Mit der Wirklichkeit hatten die Aufnahmen dann nur noch grundsätzliche Ähnlichkeit. Gegen die bunte Unterwasserwelt kommen solche Besuche aber meiner Ansicht nach nicht an.
     
  • Male
    Leider ist es organisatorisch problematisch einen solchen Aufenthalt an das Ende seines Urlaubs zu legen und von Male dann direkt zum Flughafen zu fahren. So muss man also meist eine längere Fahrt (und entsprechend hohen Preis) in Kauf nehmen.

Essen

Wenn es früher auf einigen Inseln noch feste Menüs gab, die praktisch immer aus Fisch bestanden, so findet man heute auf fast allen Touristeninseln mehr oder wenig reichhaltige und abwechslungsreiche Buffets. Natürlich kann man immer noch alle Arten von frischem Fisch geniessen, meist wird aber auch Fleisch, Hähnchen und Currygerichte angeboten.

Das Wasser auf den meisten Inseln stammt aus eigenen Süßwasseranlagen und zählt aus deutscher Sicht nicht als Trinkwasser. Dennoch wird es oft von den Einheimischen ohne Schaden getrunken. Allerdings sind die auch daran gewöhnt.

Aufgrund des Klimas und der geringen Bewegung ist Hunger auf den Malediven ein eher seltener Gast. Halbpension sollte in den meisten Fällen ausreichen. Allerdings bietet ein Mittagessen eine gewisse Regelmässigkeit und Abwechslung bei dem durchaus eintönigen Tagesablauf.

Bemerkungen

Da man auf den Malediven kaum Einkaufsmöglichkeiten hat (außer beim Rückflug im Flughafen), sollte man normalerwiese alles bereits in Deutschland mitnehmen und einpacken, was man im Urlaub brauchen könnte. Dazu gehören u.a. Sonnenschutzmittel, Fotobedarf, Knabbereien/Süßigkeiten, Zigaretten und Alkohol. Allerdings ist die Einfuhr von Alkohol auf den Malediven nicht gestattet. In letzter Zeit habe ich Berichte erhalten, dass einigen Urlaubern die alkoholischen Getränke bei der Ankunft am Flughafen weggenommen worden sein sollen. Bei meinen Besuchen war dies aber nicht so.

Wenn man vor seiner Reise Kontakt mit Inselmanagement oder Tauchbasis aufnimmt, was heute fast bei allen Inseln per Email möglich ist, sollte man nachfragen, ob man irgendwelche Kleinigkeiten aus Deutschland mitbrigen soll. Auch wenn dies abgelehnt werden sollte, freuen sich die europäischen Angestellten immer über Dinge, die man auf den Malediven nicht bekommen kann (Gummibären, Lakritz, Salami, ...). Natürlich freuen sich auch die einheimischen Angestellten über etwas Schokolade oder einem Binbon (neben dem Trinkgeld).